Harry, fahr schon mal das Tuk-Tuk vor!

Nach der sehr langen, unbequemen und nervenaufreibenden Fahrt nach Koh Kong waren wir sehr froh (und auch ein bisschen überrascht 😉 ), dass unsere Unterkunft das Zimmer tatsächlich für uns freigehalten hat 🙂 Erschöpft aber glücklich konnten wir unser Quartier für die nächsten vier Nächte beziehen …

Immer noch etwas gerädert von der Anreise haben wir am ersten Tag nur den Local Market und das Zentrum der Stadt erkundet. In „Fat Sam’s Restaurant“ sahen wir am schwarzen Brett, dass „Harry“ Touristen für einen guten Preis den ganzen Tag mit seinem Tuk-Tuk die Umgebung zeigt – klingt gut – haben wir gleich für den nächsten Tag gebucht. Noch ein kühles „Cambodia“, bevor es ins Bett geht … die Tour startet sehr früh – und das aus gutem Grund!

Um 7:00 Uhr ging es los mit einer kleinen Wanderung durch die Mangrovenwälder und einer anschließenden Bootsfahrt hinaus aufs Meer – mit dem großen Ziel, die seltenen Irrawaddy Delfine sehen können – und, wir glauben es kaum, hatten tatsächlich Glück (haben wir vor drei Jahren in Laos schon mal versucht, erfolglos)! Unser Boot folgte den Delfinen, bis sie schließlich wieder aufs offene Meer hinausschwammen. Was für ein unglaubliches Erlebnis, diese schönen Tiere neben dem Boot schwimmen und sogar springen zu sehen!

Unser nächster Stopp war der Tatai Wasserfall – obwohl aktuell aufgrund der Trockenzeit wenig Wasser fließt, ein sehr schönes Ausflugsziel (auch bei Locals sehr beliebt). An den diversen Buden gab es zu essen und trinken. Danach kann man sich mit einem Sprung ins kühle Wasser in einem der unzähligen natürlichen Becken abkühlen …

Nach einer weiteren längeren Fahrt mit dem Tuk-Tuk hatten wir den letzten Halt unseres Ausflugs erreicht: Koh Kong Beach. Wir waren schon sehr hungrig und Harry hat uns direkt bei seinem Lieblingsrestaurant abgesetzt, also haben wir nur einen kurzen Spaziergang an dem schönen Strand (der mit angeschwemmten Muscheln und Perlmutt übersäht war), gemacht und uns dann zum Essen niedergelassen. Im kleinen Strandrestaurant haben wir uns mit typischen „Salty Crabs“, die häufig in den Mangrovenwäldern zu finden sind, und frischen rohen Shrimps gestärkt … YUMMI!

Zurück in die Stadt ging es auf einem anderen Weg – unser Fahrer wollte uns noch unbedingt ein kleines Dorf in der Nähe des Strandes zeigen. Als wir durch die engen Gassen fuhren, sehen wir, wie die Menschen abseits der Touristenströme leben und wie sie mit ihrer Umwelt umgehen. Überall liegt Müll, Kinder spielen buchstäblich in Plastikbergen und dann noch dieser Gestank …! Wir haben den Eindruck, Harry ist wütend und verständnislos, es war ihm ein Bedürfnis, uns diesen Ort zu zeigen. Kambodscha hat definitiv ein Müllproblem und das sicher auch wegen der Art, wie die Einheimischen damit umgehen. Unser Fahrer Harry wurde fassungslos von seinen Landsleuten beobachtet, als er am Wasserfall begonnen hat, Müll einzusammeln.

Zurück in der Stadt genießen wir den Sonnenuntergang und fallen schließlich erschöpft ins Bett. Was für ein unglaublicher Tag, so viele Eindrücke und Erlebnisse. Den nächsten Tag nutzen wir, um das alles zu verarbeiten und uns auf die nächste Etappe unserer Reise vorzubereiten. Es geht nach Bangkok … again … und wir haben eine Mission … 🙂

06.02.2019 – 10.02.2019

 

 

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