Zeitreise nach Huangyao

Wenn man die Altstadt Huangyaos durch eines der Stadttore betritt, hat man sofort das Gefühl, in der Zeit zurückgereist zu sein. Auf den ersten Blick scheint sich hier in den letzten Jahren kaum etwas verändert zu haben. Die Straßen und Häuser aus Stein machen, wie die uralten, riesengroßen Banyan Trees, den Eindruck, als könnten sie jede Menge Geschichten erzählen. Aber auch die Bewohner passen immer noch gut ins Bild. Hier wird noch traditionelles Handwerk ausgeübt und Wasser aus dem „Brunnen“ geholt. Auf einem der Bilder seht ihr die Wasserquelle der Stadt. Das Wasser wird auf mehrere Becken verteilt und unterschiedlich genutzt (Trinkwasser, Hände- und Gesicht waschen, Geschirr waschen, Kleidung waschen). Überall riecht es nach fermentierten Sojabohnen, die zum trocknen ausgelegt werden und in quasi jeder Speise zu finden sind. Es ist traumhaft.

Was wir nicht bedacht haben, ist, dass man in der Vergangenheit kein Geld mit einer nicht-chinesischen Kreditkarte abheben kann (und natürlich auch nirgends mit Karte bezahlen kann). Nach dem ersten Tag ging uns das Geld aus. Ok, ATM gibt es keinen, kein Problem, am nächsten Tag gehen wir einfach zur Bank und beheben Bargeld, oder wechseln unsere Dollar. Dachten wir. Nichts davon ging. Wir hatten keine Chance an Geld zu kommen. Etwas verzweifelt sind wir zurück ins Hostel und haben versucht unserer lieben, kein Wort Englisch sprechenden Hostel-Mama unser Problem zu schildern. Wir hatten Glück, denn sie hat den „Bank-Manager“ gekannt und es irgendwie doch noch möglich gemacht, dass wir unsere Dollar wechseln konnten. Sonst würden wir wohl immer noch in der Vergangenheit festsitzen.
03.09.2018 – 05.09.2018
 

4 thoughts to “Zeitreise nach Huangyao”

  1. Na da habt ihr ja Glück gehabt,sonst wäre wahrscheinlich Tellerwaschen zum Rechnung abarbeiten angesagt gewesen – freue mich auf weitere tolle Bilder und Storys

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