Pirates of Laguna Bacalar

Bacalar stand schon das letzte Mal auf unserem Zettel, lag dann aber schlussendlich nicht auf der Route … diesmal führte aber kein Weg an der zweitgrößten Lagune Mexikos vorbei!

Gleich nach dem Check-In ging es Richtung „Zentrum“ (Bacalar ist ein winzig kleines, verschlafenes Örtchen) – unterwegs konnten wir auf einem der öffentlichen Stege einen ersten Blick auf die wunderschöne Lagune werfen … WOW! Kristallklares Wasser in den unterschiedlichsten Farben, bunte Wasservögel und zahlreiche kleinen hölzernen Anlegebrücken, auf denen Menschen die Sonne genießen und sich hin und wieder im kühlen Nass erfrischen. Das Ganze sah zwar sehr verlockend aus, aber wir hatten noch etwas anderes vor! Und zwar die Besichtigung des Forts, das über die Lagune „wacht“ und den kleinen Ort früher vor Piraten schützte. Die Lagune ist nämlich durch einen Kanal direkt mit dem Meer verbunden. Mehr über die interessante Geschichte des Forts, der Lagune und des Ortes konnten wir in einem kleinen Museum erfahren, das sich in der Festung befindet. Den Tag ließen wir danach noch gemütlich direkt am Ufer der Lagune ausklingen. Ach, ist das schön hier …

Am nächsten Tag ging es, gestärkt durch einen leckeren Frühstücks-Burrito (daran haben wir uns in Tulum einfach gewöhnt 😉 ), zu einer Segelboottour auf der Lagune. Wir waren noch etwas skeptisch, als wir auf der Suche nach dem Treffpunkt durch eine etwas „dubiose“ Gegend irrten – aber schlussendlich lief dann doch alles wie am Schnürchen 🙂 Mit unserem Kapitän Cesar, seiner Segelboot-Azubine Kathi und zwei weiteren Passagieren gings raus aufs Wasser … erst etwas langsam, aber als der Wind auffrischte, ging es plötzlich recht flott voran! Spätestens als uns mit einem Dosenbier in der Hand der Wind durch die Haare fuhr, fühlten wir uns wie richtige Piraten 😉 Robin und Roman sind so begeistert, dass sie den Plan schmieden, den Segelschein zu machen (Eva glaubt ja, dass sie eigentlich nur Piraten werden wollen, aber …). Unser erster Stopp war der Kanal, über den die Seeräuber früher in die Lagune kamen. Nach einem kurzen „Spaziergang“ durch das extrem seichte Wasser, ein bisschen Plantschen und einem „Lagunen“-Bier (Mann, was hatten wir für einen tollen Kapitän erwischt! Hoch lebe Cesars Kühlbox) ging‘s weiter zu einer der sieben Cenoten, die sich rund um den See befinden. Der Name „Black Cenote“ ist Programm! Sobald man mit dem Boot vom normalerweise flachen Wasser auf die knapp 180 Meter tiefe Cenote fährt, ändert sich die Farbe des Sees von einem hellen grün zu kohlrabenschwarz. Insgesamt hat die Lagune, je nach Sonneneinstrahlung, Untergrund und Wasserhöhe sieben verschiedene Färbungen– weshalb sie auch „Lagune der sieben Farben“ genannt wird. Das wollten wir am letzten Stopp, nahe einer kleinen Insel mitten im See, noch „kontrollieren“. So kam unser Rudi (mit etwas mulmigem Gefühl, weil wir mitten am Wasser waren) zum Einsatz. Aber er hat‘s geschafft, am winzigen Boot zu starten und zu landen … ist wohl doch auch ein kleiner Pirat 😉 Danach gings nochmal ab ins kühle Nass, für die Ente reicht die Wassertiefe leider nicht, aber der Handstand wurde wieder fleißig geübt 😉 Uns wurde frisches Obst direkt im Wasser serviert und wir genossen die wunderschöne Sonnenuntergangsstimmung … traumhaft schön, vielleicht sogar ein bisschen kitschig. Mit der Sonne verschwand auch der Wind und schnell wurde klar, dass echte Piraten auch mal hart arbeiten müssen. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis wir es mit zwei Mini-Paddeln zurück ans Ufer schafften …

Das war‘s auch schon in Bacalar … wir haben das Gefühl, uns läuft die Zeit davon 😉

 

09.11.2019 – 11.11.2019

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