Cusco – der Nabel der Welt

Peru ist gerade so an uns vorbeigerauscht, die Zeit vergeht einfach unglaublich schnell. Eines der Highlights haben wir uns für den Schluss aufgespart: Cusco – die ehemalige Inkahauptstadt – oder aus der Sprache der Inka übersetzt – der Nabel der Welt.

Da uns die interessante Geschichte und Kultur der Inkas schon durch ganz Peru begleitet hat, haben wir uns schon besonders auf diesen Stopp gefreut. Die Herrscher der Quechua (dem indigenen südamerikanischen Volk) lebten in dieser heiligen Stadt und führten ihr Reich von hier aus an. Heute wird das Volk als die „Inkas“ bezeichnet, tatsächlich gab es aber insgesamt nur 12 Inkas – nur die Anführer der Quecha trugen diesen Titel. 1572 wurde der letzte Inka-König von den Spaniern am Hauptplatz in Cusco enthauptet. Die Stadt wurde von den Kolonialmächten geplündert und erobert und noch heute sieht man, wie auf die Überreste der Inka-Stadt Kirchen und europäische Gebäude „gesetzt“ wurden (sieht man besonders gut auf den Bildern des Sonnentempels (früher) bzw. der Convento De Santo Domingo (heute)). Doch die alte Kultur lebt hier weiter. Schätzungen zufolge wird Quechua noch heute von weit über 7 Millionen Menschen gesprochen, in Peru gibt es 3.8 Millionen Muttersprachler, von denen einige kein Spanisch sprechen.

Bevor uns jetzt alle aussteigen, beenden wir die Geschichtsstunde besser. Kurz gesagt: Cusco ist eine faszinierende Stadt und wir hatten eine tolle Zeit hier 🙂 Doch leider sehen das nicht nur wir so, die engen Gassen, imposanten Plätze, interessanten Bauten und lebendigen (Handwerks-)Märkte werden von Touristenströmen überflutet.

Auch deshalb haben wir den Ausflug zu Cuscos „Sexy Woman“, 3km oberhalb der Stadt, sehr genossen. Der Name des weitläufigen und imposanten Inka-Bauwerks „Sacsayhuamán“ kann von keinem Touristen richtig ausgesprochen werden, eine Tatsache, die zu dieser weit verbreiteten „Gringo-Bezeichnung“ führte 🙂 Als wir von der wunderschönen Ruine aus hinunter auf die Stadt blicken, fühlen wir uns wie zwei kleine Inka-Könige 😉

Wie gesagt, die Zeit verfliegt und der letzte Abschnitt unserer Zeit in Peru bricht an. Wir fahren weiter ins „Sacred Valley“, das heilige Tal der Inkas.

 

16.09.2019 – 19.09.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.