Karbikflair in Trinidad

Trinidad war für uns genau so, wie wir uns eine typische kleine Stadt in der Karibik vorgestellt haben: bunte Häuser säumen die kopfsteingepflasterten Straßen, auf denen sich gut gelaunte Menschen tummeln, die essen, trinken, Musik machen und tanzen 🙂 Ein Postkartenmotiv reiht sich an das nächste, es ist einfach unglaublich.

Unsere Casa Particular, mit dem quirligen, hilfsbereiten und vlt. etwas übermotiviertem Besitzer Jorge, diente uns als perfekter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden. Auch die Verpflegung in der Unterkunft konnte sich sehen lassen. Wie groß von Jorge angekündigt, gab es das BESTE Frühstück Kubas: Brot, Käse, Wurst, Omelette, Crêpes, Früchte, Juice in Mengen, die kein Mensch bewältigen kann.  Ganz in alter Piefke-Sager-Manier sind wir mit der Tupperbox in der Tasche gekommen, so hat uns das Fruchtstück essenstechnisch durch den ganzen Tag gerettet 😉 Das war sehr gut für unser in Kuba sehr leidendes Budget … auch unser Trinkverhalten haben wir angepasst. „Rumrumln“ ist das neue „Bierdln“. Eine Flasche Rum + Cola gibt’s für unter 5 €.

Einmal (an diesem Tag hatten wir das Frühstück ausgelassen 😉 ) genossen wir bei Jorge  auch ein fancy Dinner. Es wurde Lobster mit Reis, frittierten Kochbananen und Salat serviert. Davor noch eine Kürbiscremesuppe (auch die BESTE Kubas!) und danach einen „Flan de Caramel“. Ein typisches kubanischen Abendessen. Unglaublich lecker!

Wir erkundeten die historische Altstadt Trinidads bei einem kleinen Stadtrundgang – durch charmante Gassen, vorbei am Plaza Mayor, diversen Museen und Kirchen, und den unzähligen bunten Häusern. Alles zusammen zurecht ein UNESCO Weltkulturerbe! Auch außerhalb des Zentrums gab es sehr vieles zu sehen. Eine zerfallene Kirche und ein kleiner Markt (Roman hat endlich einen Hut bekommen 🙂 ) haben uns besonders gut gefallen. Auf „der Treppe“ am Plaza Mayor haben wir uns gerne niedergelassen und uns bei guter Live-Musik und Cuba Libres von der ausgelassenen kubanischen Stimmung anstecken lassen.

Ein weiterer Ausflug führte uns zum Playa Ancon. Ein toller Strand nur eine kurze Taxifahrt von der Stadt entfernt. Die im Reiseführer erwähnten (und von Eva gefürchteten) Sandfliegen haben wir zum Glück nirgends gesehen – dafür aber leider einige Quallen im Wasser, die an vielen Touris unangenehme Striemen hinterlassen haben. Wir haben das Schwimmen auf ein Minimum reduziert und den Tag mit einem guten Buch und ein paar Bierchen genossen … sehr entspannt!

Bei der Einreise nach Kuba mussten wir aus ca. zehn Punkten wählen, warum wir nach Kuba reisen wollen. „Tourismus“ steht nicht zur Auswahl (klar, gibt’s ja kaum auf Kuba 😉 ) … also entschieden wir uns für „Hilfe für das kubanische Volk“. Dem kamen wir in Trinidad nach, als wir unserem Host (der nicht viel mit Technik am Hut hat) mit seinem AirBnB Profil halfen. Gar nicht so einfach mit der (ungelogen) langsamste Internetverbindung der Welt! Es ist für uns einfach unfassbar wir rückständig Kuba in dieser Hinsicht ist!

Unseren letzten Abend haben wir mit Jorge auf der Dachterrasse unter der schönen Weinlaube verbracht. Bereits nach wenigen Tagen wurde unser Host zum Freund. Da am nächsten Tag Evas Geburtstag anstand hat er uns den ganzen Abend mit ausgezeichneten – den BESTEN – Cocktails verwöhnt. Am Abreisetag gab es dann noch eine Überraschung! Es gab Geburtstagsgeschenke von Jorge: Einen hölzernen Fächer und eine Kunststoffblume. Was für eine nette Geste! Was für ein netter Kerl! Mit den Geschenken unterm Arm gings zum Busbahnhof. Um zu feiern reisen wir weiter nach Cienfiegos 🙂

 

28.05.2019 – 01.06.2019

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