Santiago de Cuba

Wir hatten ursprünglich geplant, mit dem Bus nach Santiago zu fahren. Aber Kuba ist in mancher Hinsicht wohl doch ähnlich, wie der Rest der Welt 😉 Denn es lief wieder einmal ganz anders, als gedacht! Am Busbahnhof wurde nach einiger Warterei verkündet, dass der Bus wohl mindestens 4h Verspätung haben wird … natürlich, das wird wieder ein Reisetag werden … dachten wir zumindest.

Doch nur wenige Minuten später hatten wir auch schon eine Mitfahrgelegenheit. Andreas aus Deutschland und Javier aus Kuba hatten sich bereits einen stylischen Oldtimer als Ersatz organisiert und haben uns eingeladen, sie zu begleiten. Die Fahrt wurde ein echtes Highlight, denn Javier konnte uns viel über sein Land und seine Leute erzählen. Es war richtig spannend und auch wunderschön im Oldtimer – natürlich mit der passenden Musik im Hintergrund – durch die ländlichen Gegenden zu fahren.

Total entspannt haben wir unsere Casa Particular im Stadtteil Tivoli in Hafennähe bezogen, von dessen Dachterrasse wir oft den Blick genossen haben. In der Stadt selbst gibt es einiges zu entdecken, z.B. einen imposanten „Plaza de la Revolution“ (so einen gibt es in jeder kubanischen Stadt), einige schöne Kirchen, Plätze mit Denkmälern (und Internet 😉 ) enge Gassen und breite Boulevards.

Besonders gut hat uns der Besuch des Friedhofs „Cementerio Santa Ifigenia“ gefallen, an dem neben vielen anderen wichtigen Persönlichkeiten sowohl der Nationalheld Jose Marti als auch Fidel Castro begraben sind. Mann, die machen hier wirklich ziemlich viel Wind um ihre Nationalhelden. Alle 30 Minuten gibt es eine Wachablöse mit allem was dazu gehört – und wehe man schweigt während dieser Zeit nicht still oder – Gott bewahre – man überschreitet die gelbe Linie! Wenn der Zauber vorbei ist, darf man sich dem Friedhof nähern – aber Vorsicht! ZUERST das Grab von Fidel, DANN das Grab von Jose und erst im Anschluss darf man sich RELATIV frei bewegen (wir wurden trotzdem noch das ein- oder andere Mal zurechtgewiesen und wissen nicht genau, weshalb 😉 )

Wunderschön war auch der Ausflug zum „Castillo de san Pedro de la Roca del Morro“. Eine Burg, die Piraten von Santiago fernhalten sollte. Als sie allerdings 1700, 150 Jahre nach ihrer Planung fertigstellt wurde, hatte sich das Piratenproblem in dieser Gegend schon ziemlich erledigt 😉 Uns hat’s trotzdem sehr gut gefallen. Im Anschluss haben wir uns mit Javier und Andreas zum Sonnenuntergang am Rooftop des Luxushotels Casa Granda auf ein paar Bierchen, Cuba Libre und einer wirklich … interessanten … „Cabarret-Show“ verabredet. Wir hatten einen besonders außergewöhnlichen Abend 😉  (Bilder werden noch nachgereicht, Andreas hat den Abend dokumentiert).

Die Zeit verfliegt … wir reisen weiter und versuchen es wieder mit dem Bus … uns steht eine 12h Fahrt nach Trinidad bevor! Wir freuen uns auf den nächsten Stopp!

 

24.05.2019 – 27.05.2019

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.