Paracas – Atacama trifft Pazifik

Etwas aufgeregt warten wir in der Nähe unseres Hotels in Lima auf den Bus, der uns für unsere erste Etappe mit Peru Hop abholt. Zu unserer Freude lief alles wie am Schnürchen und gemeinsam mit vielen anderen Touristen jeden Alters und Herkunft starten wir, am Panamerican Highway der Küste entlang, Richtung Süden.

Auf dem Weg nach Paracas stoppen wir an der Hacienda San Jose, die vor 250 Jahren eines der reichsten Herrenhäuser der Gegend war. 1000 Sklaven aus Afrika mussten allein hier zu traurigen Hochzeiten in den Zuckerrohr- und Baumwollfeldern schuften. Das riesige Anwesen verfügt über ein weitreichendes Tunnelsystem, über welches die Arbeiter unbemerkt von Ort zu Ort gebracht und am Fiskus vorbeigeschleust wurden. Nachdem die Sklaverei in Peru 1854 offiziell verboten wurde aber der Herr des Hauses dem neuen Gesetz nicht folgen wollte, wurde er einige Jahre später von seinen Sklaven hingerichtet. Heute sind die Menschen in der Region Chincha stolz auf ihre afro-peruanische Kultur, die sich in der Lebensweise, der Musik und dem Essen wiederspiegelt.

In Paracas angekommen schlendern wir an der schönen Promenade entlang und gönnen uns ein Abendessen mit Blick aufs Meer 🙂 Andere Peru Hopper erkennt man leicht am roten Armband (mit dem man in vielen Restaurants und Unterkünften Vergünstigungen bekommt) und kommt schnell ins Gespräch – so lassen wir den Abend bei einem Bierchen mit „gleichgesinnten“ ausklingen.

Am nächsten Tag standen gleich zwei ganz besondere Aktivitäten an. Meer und Sand mal anders. Die als „Poor man’s Galapagos Islands“ bekannten Ballestas Inseln und die nördlichen Ausläufer der Atacama Wüste bilden zusammen das 3350 km² große Paracas National Reserve.

Erst ging es mit dem Boot übers Meer zu den felsigen Inseln, die nur so vor Leben strotzen: Pelikane, Möwen und unzählige andere Vögel verdunkeln Himmel und Inseln. Dazu gesellen sich Seelöwen, Humboldt Pinguine, Seesterne, Krabben, … einfach unglaublich! Der zweite Ausflug des Tages führte uns in die Wüste. Kaum lässt man das letzte Haus Paracas hinter sich, befindet man sich inmitten endloser Weiten in verschiedenen Rot, Gelb und Grautönen. Der Höhepunkt war definitiv der beeindruckende Blick auf die steil abfallenden unglaublich hohen Klippen, den Ort, an dem die Wüste auf den Pazifik trifft … Was für ein Tag!!!

Erschöpft aber sehr glücklich ging es zurück zur Unterkunft. Am nächsten Tag geht es weiter, tiefer in die Wüste hinein, nach Huacachina. Wir sind schon gespannt 🙂

 

04.09.2019 – 06.09.2019

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